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Wohn- und Geschäftshaus URBAN HYBRID

Kesselsdorfer Straße, Dresden, 2018

Fläche BGF: 2.700 qm
Geschätztes Volumen: 4.600.000 €


Leitidee
Das Zentrum des Stadtteils Dresden-Löbtau findet sich entlang der gut belebten „Kesselsdorfer Straße“. Diese wird gesäumt von historischen Blockrandbebauungen und modernen Zeilen mit vielen Einkaufsmöglichkeiten. Bauqualität und Architektur sind jedoch wenig einladend. Zudem sind noch einige ungepflegte Baulücken zu finden. Mit einer dieser Lücken befasst sich der Entwurf „URBAN HYBRID“. Hier soll ein repräsentatives Gebäude entstehen, das den höchsten Ansprüchen an Wohn- und Geschäftsnutzung genügt.

Baukörper
Die Kubatur führt die urbane, geschlossene Bauweise fort, bezieht sich jedoch in ihrem oberen Abschluss auf die Maße der historischen Bebauung an dieser Stelle. Auf der Hofseite des Hauses springt die Fassade etwas nach außen, schafft so mehr Platz im Inneren und lässt scheinbar selbstverständlich einen Innenhof zur besseren Belichtung und Belüftung entstehen.

Entwurf
In den beiden unteren Ebenen ist ein Open-Work-Space vorgesehen. Dieser lädt dazu ein, sich tage- und wochenweise einen Arbeitsplatz zu mieten und sein Wissen branchenübergreifend zu teilen oder zu erweitern. Zudem sind hier Flächen für Veranstaltungen und eine Tagesbar vorgesehen. Über die hohen Fensterflächen in der Nordfassade wird der Arbeitsbereich zur Straße hin geöffnet. Der zentrale Innenhof schließt oberhalb der Geschäftenutzung mit einem Glasdach ab. So entsteht im Inneren des Open-Work-Space ein Atrium, das die beiden Ebenen optisch verbindet. Hinter der geschlossen wirkenden Fassade der oberen Geschosse befinden sich sieben Wohneinheiten. Vier Wohnungen sind als Geschosswohnungen auf einer Ebene geplant. Ergänzt wird das Wohnungsangebot durch zwei Maisonette-Wohnungen mit Süd-Ausrichtung in der Mitte des Gebäudes. Highlight ist die Studiowohnung mit fließenden Räumen und bestem Ausblick im Dachgeschoss. Um für die Nutzer auch ausreichend Parkmöglichkeiten zu schaffen, ist im Untergeschoss eine Tiefgarage mit 16 Stellplätzen geplant.

Gestaltung
Die materiell klar abgegrenzten Zonen der Fassade kommunizieren die horizontale Nutzungsteilung nach außen. Der untere Teil soll einladend wirken und dennoch einen Sockel bilden. Das wird mit massiven, vorgehängten Betonelementen und großen Öffnungen mit tiefen Laibungen erreicht. Die Südfassade weist kleinere Öffnungen auf, um die Sonneneinstrahlung zu verringern. Im klaren Gegensatz dazu sind die oberen Wohnebenen mit einem rötlichen Vormauerziegel verkleidet. Der stellt ein modernes Zitat der umliegenden, historischen Bebauung dar. Mit den markanten Mittelsprossen, den umlaufenden Gewänden und ihren Proportionen sind auch die Fenster eine Abwandlung des historischen Fensters. Das Gewände ist jedoch mit zehn Zentimetern äußerst schmal und damit filigran gewählt. Anders als sein historisches Vorbild ist es aus Beton gegossen und hat die gleiche Farbigkeit und Materialität wie die untere Fassade.

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